Tiere sollen im Seuchenfall nur noch dann getötet werden, wenn keine Alternativen zur Verfügung stehen. Diesen Grundsatz verfolgt das Tiergesundheitsgesetz.

Künftig muss bei Tierseuchen geprüft werden, ob anstelle der Tötung der Tiere auch Impfungen eine Ausbreitung der Seuche verhindern können. Auf Initiative Bayerns wird künftig der Grundsatz „Impfen statt töten" gesetzlich verankert. Wie das bayerische Landwirtschaftsministerium mitteilte, folgt der Bundestag beim Beschluss des neuen Tiergesundheitsgesetzes der bayerischen Argumentation.

„Wir wollen die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Tiere erhalten", sagte  Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Die Tötung der Tiere dürfe deshalb immer nur das letzte Mittel sein, wenn keine Alternativen zur Verfügung stehen. Dem Minister zufolge ist die deutsche Gesetzesänderung aber nur ein erster Schritt. Der Grundsatz „Impfen statt töten" müsse auch auf europäischer Ebene gesetzlich verankert werden, so Brunner. (sch)
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