Importe von Futterproteinen bleiben notwendig

Die Futtermittelindustrie bleibt zur Versorgung der Tierbestände weiterhin auf Importe von Proteinrohstoffen, vornehmlich Soja, angewiesen. Der heimische Leguminosenanbau lässt sich auch wegen der Flächenkonkurrenz zu Getreide und Energiepflanzen nicht wirksam steigern um die Sojaimporte zu substituieren. "Wir brauchen Anbaufläche", fasste Bernhard Krüsken, Geschäftsführer des Deutschen Verbands Tiernahrung (DVT) anlässlich der Jahrestagung des Verbandes in Berlin das Dilemma heute zusammen.

Mit den Importen bleiben auch gentechnisch veränderte (GV) Rohstoffe für die Branche ein Thema. Die Versorgung mit Nicht-GV-Rohstoffen wird immer schwieriger. Die Flächen von Nicht-GV-Soja gehen in Brasilien immer weiter zurück, weil kein Aufgeld an die Landwirte ausgezahlt werde, bemängelte DVT-Präsident Helmut Wulf. Europa habe keine große Nachfragemacht beim Soja. China nehme dagegen allein das Äquivalent der gesamten argentinischen Sojaernte auf.

Die Preise für Mischfutter leigen weiter auf hohem Niveau. Die weitere Preisentwicklung lasse sich schwer abschätzen, sagte Wulf. Aktuell scheinen die Preise eher rückläufig zu sein. (BS)
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