In Bayern wächst Druck gegen GV-Mais

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In Unterfranken rufen Gegener der grünen Gentechnik am Samstag vor Ostern zu einer Großkundgebung in Westheim bei Biebelried auf. Inzwischen haben etliche Landwirte in Randesacker bei Würzburg und in Wiesenbronn bei Kitzingen ihr Vorhaben aufgegeben, gentechnisch veränderten (GV-)Mais anzubauen. In der Region waren für dieses Jahr etwa 20 Hektar für den Anbau der Sorte Mon810 angemeldet. "Der Druck, der auf uns augeübt wird, ist einfach zu groß", sagte ein Landwirt auf Anfrage gegenüber ernaehrungsdienst.de. "Damit ist die Fläche der in Bayern geplanten Genmaisäcker von 123 auf 97 Hektar gesunken", versichert Andreas Bauer vom Umweltinstitut München. Die Politik nimmt in Freistaat beim Thema "Gentechnisch Veränderte Organismen (GVO)" weiterhin eine sehr indifferente Haltung ein.

Bezirkspräsidenten des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), die auch CSU-Abgeordnete sind, stimmen in der Sache sogar mit den "Grünen" im Landtag. Dagegen erwartet die Mehrheit der Fraktion eine Entscheidung von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU). Er wird von seinen bayerischen Parteifreunden aufgefordert, die Gründe Frankreichs für das dortige Anbauverbot zu prüfen und es gegebenfalls den Franzosen gleich zu tun. (HH)

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