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In den vergangenen Jahren ist in Frankreich vermutlich mehr Fleisch von mit BSE infizierten Rindern in die Supermärkte gelangt als bisher angenommen. Zu dieser Einschätzung kam zu Beginn dieser Woche die französische Agentur für Verbraucherschutz (AFSSA) in Paris nach Auswertung von 15.000 BSE-Schnelltests. Mit dem im Juni eingeführten Schnelltest-Programm seien dreimal soviele Krankheitsfälle registriert worden wie mit dem seit 1990 geltenden regulären Überwachungsprogramm. Nach der Auswertung der 15.000 Schnelltests seien zwei von 1.000 Rindern von BSE betroffen, besonders zwischen 1993 und 1995 geborene Tiere. Auch bei über vier Jahre alten und bei notgeschlachteten Tieren sei eine leicht erhöhte Zahl (drei pro 1.000) von BSE festgestellt worden. Tiermehl, das bislang als Verursacher der Rinderseuche gilt, ist als Rinderfutter in Frankreich allerdings schon seit 1991 verboten. (AIZ)
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