In Libyen fehlen Lebensmittel

Vor einer Knappheit an Lebensmitteln in Libyen warnt die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Das Land sei traditionell auf Getreideimporte angewiesen und durch die laufenden Auseinandersetzungen könne der Markt schnell zusammenbrechen, erklärte die in Rom ansässige Organisation. Die heimische Erzeugung sei stark auf die beiden Städte Tripoli und Bengasi  konzentriert, weshalb Teile der Bevölkerung von der Versorgung abgeschnitten werden könnten. Um genauere Informationen zu bekommen, will die FAO Saatgut für Gemüse an den Küsten und in Stadtrandgebieten verteilen und sich in diesem Zuge über die Lage informieren. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich auf ihrem Treffen am vergangenen Freitag für bessere Handelsabkommen mit nordafrikanischen Ländern ausgesprochen. Allerdings soll Libyen zunächst ausgeschlossen bleiben. Auch mit Ägypten, Tunesien und Marokko will man die Öffnung des EU-Marktes für Importe vom Stand der Demokratisierung abhängig machen. Der Europäischen Bauernverband Copa kritisierte das Angebot des EU-Gipfels und warnte vor zu umfangreichen Gemüselieferungen aus Nordafrika. (Mö)
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