In Niedersachsen ist Stallhaltung für Geflügel vorerst Pflicht

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Eine "Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest", nach der bis zum 15. April die Stallhaltung von Hühnern, Puten, Enten und Gänsen Pflicht ist, hat heute Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels erlassen. Außerdem sei die sofortige Anzeige bei erhöhten Verlusten innerhalb eines Bestandes vorgeschrieben, teilte das Ministerium weiter mit. Bereits bei begründetem Verdacht auf das Geflügelpestvirus werde der entsprechende Bestand getötet, um eine Ausbreitung zu vermeiden. Anlass für diese Verordnung sei das aktuelle Geschehen in Italien, wo die klassische Geflügelpest derzeit Grassiere. Nach Expertenmeinung bestehe auch für Niedersachsen auf Grund des jetzt einsetzenden Wildvogelflugs ein erhöhtes Risiko. Schließlich stünden rund 60 Prozent der in Deutschland erzeugten Masthähnchen, 50 Prozent der Puten und rund 30 Prozent der Legehennen in niedersächsischen Ställen und Freilandgehegen. (ED)
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