In Polen wird die Getreideernte nach ausgedehnten Frostschäden deutlich schrumpfen. Eine enge Versorgungsbilanz zeichnet sich ab. In einer ersten Schätzung nennt das agrarökonomische Institut IERiGZ in Warschau für die polnische Ernte 2012 eine Zahl von 24,8 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahr fehlen 2,0 Mio. t Getreide. Um die gleiche Menge könnte die neue Ernte den Inlandsverbrauch 2012/13 unterschreiten. Die Fehlmenge kann entweder durch den Abbau der Bestände oder durch höhere Nettoimporte gedeckt werden. Polen bezieht traditionell Getreide aus Deutschland, der Slowakei und der Ukraine. In den vergangenen Wochen haben polnische Mischfutterhersteller umfangreicher Futterweizen in Deutschland gekauft. (db)
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