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Die ungarische Weizenernte liegt in diesem Jahr deutlich über der des Vorjahres. Etwa 5,1 Mio. t wurden nach Informationen des Agrarischen Informationszentrum Wien (AIZ) geerntet. Das sind 1,5 Mio. t mehr als im vergangenen Jahr. Die Qualität der diesjährigen Ernte fällt jedoch etwas schlechter aus als im vergangenen Jahr. Lediglich die Hälfte der Weizenernte entspricht laut AIZ den Qualitätskriterien für Brotweizen. Die Bauern klagen zudem über niedrige Erzeugerpreise auf Grund der großen Erntemenge. Derzeit wird für eine Tonne Brotweizen 23.000 Forint (90,87 €) bezahlt, für Futterweizen 18.000 Forint (71,12 €). Der Durchschnittsertrag lag bei rund 43 dt/ha (2000: 37 dt/ha). Die Gerstenernte belief sich auf 800.000 t.
Bei Mais erwarten die Ungarn ein Ernteergebnis von 7 Mio. t. Rund 2 Mio. t Mais will Ungarn in Drittstaaten exportieren, teilte ein Marktbeobachter mit. Was den Weizenexport betrifft, wird Ungarn nicht vom Doppel-Null-Abkommen mit der EU profitieren, da der Weizen die notwendigen Qualitätskriterien nicht erreicht. Ungarn werde deshalb den Weizen auf dem "normalen Exportweg" in Drittstaaten ausführen, hieß es aus Budapest. (ED)
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