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Die diesjährige Maisernte in den USA scheint alle bisher schon hohen Erwartungen noch zu übertreffen. Das Landwirtschaftsministerium USDA hat in der gestern veröffentlichten August-Schätzung die US-Maisernte auf mehr als 263 Mio. t beziffert. Das wären fast 10 Prozent über der Menge des Vorjahres und immerhin noch 6 Prozent über dem bisherigen Rekordergebnis von 1998. Auch weltweit ist Mais trotz einer deutlich geringeren chinesischen Ernte im Wirtschaftsjahr 2000/2001 mit 613 Mio. t überreichlich. Das USDA sagt einen Aufbau der Endbestände und anhaltenden Preisdruck voraus.
Die US-Sojabohnenernte scheint ebenfalls alle bisher bekannten Marken zu überspringen. Wagte bislang niemand so recht daran zu glauben, dass sie tatsächlich 80 Mio. t übersteigt, so schätzte das USDA die US-Ernte noch höher, auf mehr als 81 Mio. t. Die globale Produktion würde damit 2000/2001 auf 169 Mio. t Sojabohnen steigen.
Größer als bisher angenommen scheint auch die US-Weizenernte auszufallen. Das USDA geht jetzt von 62 Mio. t aus. An der globalen Weizenbilanz für 2000/2001 ändert sich dadurch allerdings nichts, denn gleichzeitig hat das Ministerium die Ernteerwartung in der EU deutlich heruntergeschraubt. Es bleibt aus Sicht des USDA bei einer weltweiten Weizenproduktion von 581 Mio. t, der ein Verbrauch von 594 Mio. t gegenüber steht. Dieses Ungleichgewicht von 13 Mio. t kann laut USDA problemlos aus den weltweiten Vorräten von zurzeit rund 126 Mio. t gedeckt werden. (db)
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