Indien dominiert Rindfleischexporte


Die globale Rindfleischerzeugung verlagert sich nach Indien und Südamerika. In den USA hinterlässt die Dürre tiefe Einschnitte.

Die EU wird 2013 zwar drittgrößte Erzeugungsregion für Rindfleisch hinter den USA und Brasilien bleiben. Großes Wachstum ist jedoch außerhalb dieser Top 3 zu erwarten, prognostiziert das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA in seinem ersten Ausblick für 2013.

Ohne Dynamik präsentiert sich die EU mit leicht rückläufiger Rindfleischerzeugung, die nicht ganz den Verbrauch deckt und geringfügige Nettoimporte erfordert.

Wesentlich mehr Bewegung gibt es in den USA. Dort haben wegen der Futterknappheit im Sommer Rinderhalter ihre Herden verkleinert. Das USDA erwartet deswegen, dass die Rindfleischerzeugung 2013 dort um 4 Prozent gegenüber dem laufenden Jahr zurückgeht. Weil der Konsum nicht in gleichem Maße schrumpft, werden auch die US-Exporte um einiges schwächer.

Anhaltendes Wachstum zeichnet sich für die brasilianische Rindfleischerzeugung ab, doch das Fleisch bleibt zunehmend im Land. Brasilien wird 2013 seine Rindfleischexporte geringfügig erhöhen können, prognostiziert das USDA.

Indien wird im Gegenzug seine führende Position ausbauen können. Das Büffelfleisch von dort, das in den internationalen Statistiken als Rindfleisch zählt, ist in Asien und Nordafrika gefragt. Indiens Schlachtunternehmen bieten zunehmend den in islamischen Ländern erforderlichen Halal-Standard. Das USDA schätzt die indischen Exporte 2013 auf fast 2,2 Mio. t. Sie haben sich damit binnen fünf Jahren mehr als verdreifacht.
 
Unter den Importländern für Rindfleisch behält Russland die führende Position. Das USDA schätzt unverändert einen Bedarf für Weltmarktkäufe von etwa 1,1 Mio. t. Große Absatzmärkte für Rindfleisch bleiben wie bisher außerdem Japan und Südkorea.

Den gesamten globalen Rindfleischhandel 2013 schätzt das USDA auf einen Umfang von fast 7,0 Mio. t. Er zeigt im Vergleich zum laufenden Jahr ein Plus von 4 Prozent. Wachstum kommt vor allem aus den kleineren Importländern wie Algerien, Saudi Arabien, Israel, Libyen und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sagt das USDA voraus. (db)
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