Indien wünscht neue Grüne Revolution

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Eine kontroverse Diskussion über den Nutzen gentechnisch veränderten Saatgutes als Beitrag für die Welternährung hat sich bei einem internationalen Saatgutkongress in Cambridge entwickelt. Vertreter der internationalen Pflanzenzüchtung und des Saatguthandels betonten, dass nur durch Nutzung des technischen Fortschritts die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden könne. Dieser Ansicht schloss sich auch ein Vertreter Indiens an, der sich für sein Land eine zweite "Grüne Revolution" wünschte. Der Kandadier Pat Mooney, prominenter Gegner der Grünen Gentechnik argumentierte dagegen, dass heute die fünf "Gen-Giganten" bereits 23 Prozent des globalen Saatgutmarktes und praktisch den gesamten Markt für GV-Saatgut beherrschten. Er beschrieb die Gefahr, dass durch solche Monopole die Landwirte in Abhängigkeit von internationalen Konzernen gerieten. Der Kongress in Cambridge hat am Montag begonnen und dauert bis Mittwoch.(db)
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