Indikationszulassung: Industrie bietet Handel Orientierungshilfen

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Ab dem 1. Juli greift die Indikationszulassung für Pflanzenschutzmittel. Unsicherheiten herrschen nach wie vor, wie mit Restbeständen an Pflanzenschutzmitteln umgegangen werden soll, die nach den alten Zulassungsbedingungen auf den Markt gebracht wurden, noch beim Handel oder in landwirtschaftlichen Betrieben lagern und nicht mit aktuellen Gebrauchsanleitungen versehen sind. Der Industrieverband Agrar e.V. (IVA), Frankfurt a. M., bietet dem Handel und den Beratern jetzt eigens von der Industrie erstellte Orientierungshilfen an, um den Übergang zur Indikationszulassung reibungslos zu gestalten.

In den Orientierungshilfen werden die Pflanzenschutzmittel in drei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe umfasst solche, deren Zulassung von der Industrie nicht mehr erneuert wurde. Diese Mittel dürfen nach dem 1. Juli weder gehandelt noch eingesetzt werden. In der zweiten und größten Gruppe sind Mittel aufgeführt, für die eine Indikationszulassung vorliegt, die aber noch in alter Verpackung in den Handelslägern zu finden sind. Diese Mittel müssen zusätzlich gekennzeichnet werden. Zwar wurden die in der Gebrauchsanleitung angegebenen Indikationen meist beibehalten, es fehlt jedoch der Hinweis auf die ausschließliche Anwendung in den ausgewiesenen Gebieten. Für diese Produkte bietet die Industrie Sticker an, die fest mit der Verpackung verbunden sein müssen und die dazu auffordern, die Gebrauchsanleitung genau einzuhalten. Die dritte Gruppe beinhaltet Mittel, für die eine Indikationszulassung beantragt, aber noch nicht gewährt wurde. Diese Mittel, die ebenfalls entsprechend gekennzeichnet sein müssen, dürfen erst nach Erhalt der Anschlusszulassung gehandelt und eingesetzt werden. (AW)
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