Indische Aktivistin warnt vor Grüner Gentechnik

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Skeptisch gegenüber nachwachsenden Rohstoffen und der Grünen Gentechnik äußerte sich die Trägerin des alternativen Nobelpreises, Dr. Vandana Shiva aus Indien. "Der Weg, den Klimawandel mit Bio-Brennstoffen als erneuerbare Energiequelle eindämmen zu wollen, ist ein Irrweg", sagte sie kürzlich vor etwa 3.500 Landwirten im oberbayerischen Rosenheim. Die Energiebilanz in diesem Bereich stelle sich negativ dar, denn zur Erzeugung nachwachsender Kraftstoffe müsse mehr Energie aufgebracht werden, als genutzt wird. Der Einsatz von Soja, Mais oder Palmöl für flüssige Treibstoffe verschärfe die Kohlendioxid-Emission. Nachdrücklich sprach sich die Umweltaktivistin und Bürgerrechtlerin auch gegen die Grüne Gentechnik aus. Shiva berichtete davon, dass im vergangenen Jahrzehnt Tausende indischer Kleinbauern Selbstmord begangen hätten, weil sie "durch überteuertes genmanipuliertes Baumwollsaatgut um ihre Existenz gebracht wurden". Als Folge der Globalisierung sieht sie die Gefahr einer "monopolartigen Kontrolle des Saatgutmarktes durch Chemiegiganten". (HH)
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