Indonesien bestreitet Subventionsvorwürfe


Die EU-Kommission geht gegen billigen Biodiesel aus Indonesien und Argentinien vor. Indonesische Verarbeiter bestreiten die Vorwürfe.

Die Kommission beklagt zu hohe Ausfuhrzölle für Palmöl und Rapsöl in beiden Ländern. Dadurch würden Anbieter in den beiden Ländern gezwungen, die Rohstoffe auf dem heimischen Markt zu verkaufen. Die Hersteller von Biodiesel profitierten von diesem Überangebot an Rohstoffen in Form von günstigen Produktionskosten, erklärt die EU-Kommission. Mit ihrer Zollpolitik subventionierten Indonesien und Argentinien somit indirekt die Ausfuhren von Biodiesel. Die EU habe unter den Billigeinfuhren zu leiden.

In den kommenden Monaten will die Kommission prüfen, ob ihre Vorwürfe berechtigt sind und gegebenenfalls Strafzölle verhängen.

Der Verband der indonesischen Biodieselhersteller (Aprobi) streitet die Vorwürfe ab. Die Ausfuhrpreise könnte aber nach Information des Verbandes zeitweilig von den Notierungen auf dem Weltmarkt abweichen. Das liege an staatlich festgelegten Referenzpreisen, die sich nach dem Durchschnitt der Vormonate richteten. (Mö)
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