Tierwohl

Initiative erwartet viel Zuspruch


Seit Jahresbeginn zahlen die Unternehmen des Lebensmittelhandels einen Betrag von 4 Cent/kg verkaufter Fleisch- und Wurstwaren in einen Fonds. Auf rund 85 Mio. € werde das Volumen des Fonds im Verlauf des Jahres 2015 anwachsen, erläutert Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Trägergesellschaft der Initiative heute in Berlin.  Erstmalig in Deutschland setzen sich Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gemeinsam für eine tiergerechtere und nachhaltigere Fleischerzeugung ein unter dem Motto: "Gemeinsam verantwortlich handeln", sagte er gegenüber der Presse.


Die auf drei Jahre angelegte Initiative werde im Verlauf der Zeit ein Gesamtvolumen von rund 255 Mio. € verwalten. Das Geld soll Schweinehaltern und Geflügelfleischerzeugern zufließen, wenn diese sich am Programm beteiligen. Je nach zu definierenden Tierwohlkriterien sollen sie einen bestimmten Zuschuss erhalten. Dieser sei unabhängig vom Marktpreis. Für das erste Jahr erwarten die Teilnehmer, dass derartige Zuschüsse für etwa 8 Millionen Schweine, bis zu 300 Millionen Masthähnchen sowie 15 Millionen Puten gezahlt werden. 

Erste Zahlungen können die Erzeuger etwa ab Herbst 2015 erwarten. Zuvor müssen sie sich für die Teilnahme entscheiden und ihre Betriebe zertifizieren lassen. Die an der Initiative Beteiligten gehen davon aus, dass viele Landwirte Interesse an dem Projekt haben werden. Erste Rückmeldungen aus der Geflügelwirtschaft lassen eine Beteiligung von 70 bis sogar 100 Prozent erwarten, hieß es in Berlin. (jst)
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