Bioökonomie

Institutionen arbeiten vernetzt


Forschung und Entwicklung sind zentrale Instrumente um das Fachgebiet der Bioökonomie auch in Deutschland fest zu etablieren. Dabei entwickeln sich zunehmend Bündnisse zwischen verschiedenen, vorwiegend naturwissenschaftlich ausgerichteten Instituten und Organisationen, erläuterte Prof. Urich vom Forschungszentrum Jülich heute in Berlin. Auf der Wissenschaftlichen Tagung des Dachverbandes Agrarforschung (DAF) nannte er als Beispiel das in Nordrhein-Westfalen ansässige Bioeconomy Science Center (BioSC). Das vom Land NRW mit jährlich 5,8 Mio. € für die nächsten fünf Jahre geförderte Projekt wird getragen vom Forschungszentrum Jülich, der Universität Bonn, der Universität Düsseldorf sowie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

In verschiedenen Themenfeldern der Bioökonomie seien Lehre und Ausbildung ein Kernelement des BioSC. Dabei habe die Einrichtung eine große Selbstständigkeit. Voraussetzung für eine reibungslose Gestaltung von Forschung und Lehre sei jedoch eine enge Abstimmung zwischen den verschiedenen Einrichtungen. So müsse beispielsweise die Berufung von wissenschaftlichen Kräften und auch Professoren einvernehmlich erfolgen. Dies erfordere in Einzelfällen auch Zugeständnisse der beteiligten Partner um Zielkonflikte zu vermeiden.

Auch die internationale Ausrichtung des Fachgebietes und die jeweilige Projektbearbeitung bedürfe der intensiven Abstimmung. Das BioSC habe bereits Kooperationen mit Partnern in Südostasien, Afrika und Südamerika aufgebaut. Grundsätzlich könne ein Forschungsverbund wie BioSC als "Leuchtturmprojekt" mit internationaler Ausstrahlung betrachtet werden. (jst) 
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