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Die Richtlinien für "Integrierte Produktion" von Obst und Gemüse sind in Europa recht unterschiedlich. Ein Vergleich von zwölf Normen aus Spanien, Italien, den Niederlanden, Frankreich sowie der Richtlinien aus Rheinland-Pfalz ergab, dass es keine allgemein anerkannte Definition der Integrierten Produktion gibt. Wie der AID-Informationsdienst weiter berichtet, wurden die Landesstudien vom Institut für Agrarpolitik und landwirtschaftliche Marktlehre der Universität Hohenheim durchgeführt. Sie zeigten, dass in Spanien kürzlich ein nationales Gesetz verabschiedet wurde, das für die bisherigen regionalen Verordnungen und privaten Richtlinien bindend ist. In Italien gibt es dagegen eine Vielzahl regionaler Vorschriften. Die Niederlande lehnen sich an die internationale Norm EurepGap an, die Integrierte Produktion hat keine Bedeutung. In Frankreich gibt es wiederum zentrale Lösungen. Die Unterschiede zwischen allen Richtlinien sind so groß, dass der Begriff Integrierte Produktion wenig Aussagekraft hat. Abhilfe könnte nach Ansicht der Wissenschaftler eine EU-Verordnung schaffen, die verbindliche Mindeststandards festlegt. (ED)
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