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Im kanadischen Montreal wurde nach einer schwierigen Verhandlungswoche am Samstag von über 130 Staaten ein internationales Protokoll über den Handel mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) vereinbart. Das sogenannte Biosafety-Protokoll wurde im Rahmen der 1992 ins Leben gerufenen UN-Konvention zur biologischen Vielfalt verabschiedet. Medienberichten zufolge lässt die Vereinbarung nationale Regelungen für den Handel mit GVO zu. Es verlangt die internationale Notifizierung der Zulassung von transgenem Saatgut oder transgenen Erzeugnissen für den nationalen Markt. Exporteure werden verpflichtet, Ware zu kennzeichnen, die GVO "enthalten kann". Das Zurückweisen von GVO-Importen wird gestattet, auch wenn der wissenschaftliche Nachweis befürchteter Nachteile für Umwelt und Gesundheit unsicher bleibt. Das Protokoll erlaubt gleichzeitig die Klage nach bestehenden Handelsvereinbarungen, wenn Importe grundlos zurückgewiesen werden. (ED)
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