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Die Einführung international gültiger Umwelt- und Sozialstandards müsse auf die Tagesordnung der Welthandelsorganisation (WTO) gesetzt werden. Diese Forderung haben die Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Hartmut Vogtmann, erhoben, berichtet der DBV in einer Pressemitteilung. Diese Maßnahmen seien Voraussetzung im Sinne eines gerechten Welthandels und einer auf Dauerhaftigkeit ausgerichteten landwirtschaftlichen Produktion. Für den Zeitraum 2007 bis 2013 müsse sichergestellt werden, dass für die Entwicklung der ländlichen Räume in der Finanzplanung der EU ausreichend Mittel über die so genannte "zweite Säule" zur Verfügung gestellt würden. Anderenfalls würden auch die für Umwelt- und Naturschutz als wichtig erachteten Agrarumweltmaßnahmen gefährdet. Auch bestehe Einigkeit zwischen beiden Organisationen, dass eine durch weitere Siedelungs- und Verkehrsmaßnahmen verursachte Versiegelung der Landschaft gestoppt werden müsse. Eine vom BfN veranlasste Inventur der Pflanzenwelt in Deutschland habe kein Artensterben festgestellt, berichtet der DBV. Zur Frage der Koexistenz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) habe man Übereinstimmung erreicht. Durch eindeutige Regeln zur guten fachlichen Praxis könne die Koexistenz erereicht werden. Ein effizientes Monitoring im Rahmen von Anbau und Nutzung von GVO werde als dringend notwendig erachtet. (ED)
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