Interventionskriterien für Weizen bleiben

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Die Interventionskriterien für Weizen werden nicht gelockert, erklärte kurz und bündig EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel auf dem Landwirtschaftsministerrat am Montag in Brüssel. Österreich hatte beantragt, wegen der zum Teil durchwachsenen Ernte die Qualitätsparameter anzupassen, damit die Intervention weiterhin zur Preisstützung wirksam bleibe. Die Kommission ist der Auffassung, dass auch ohne aufweichen der Qualitätskriterien genug Weizen interveniert wird. Futterweizen habe in der staatlichen Lagerhaltung nichts zu suchen, argumentierte zudem die Kommission.

Polen hatte auch nicht viel mehr Glück als Österreich mit seinen Anliegen auf dem Agrarministerrat. Polen hatte die Kommission aufgefordert, Getreide direkt mit Hilfe von Erstattungen in Drittländer zu exportieren und nicht erst den Umweg über die Intervention zu gehen. Die Kommission antwortete mit über 300.000 t Weizen, die seit dem Beginn des Wirtschaftsjahres schon direkt aus dem Markt in Drittländer abgeflossen seien. Die Kommission will weiterhin Exporte aus dem Markt und aus der Intervention parallel laufen lassen und ihre Gewichtung nicht verändern. (Mö)

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