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Die EU-Mitgliedstaaten wollen den Höchstfeuchtigkeitsgehalt bei der Intervention von Getreide (Weichweizen, Gerste und Roggen) für das Wirtschaftsjahr 2000/01 von 14,5 auf 15 Prozent anheben. Die Europäische Kommission hatte eine entsprechende Ermächtigung erlassen, von der die Bundesrepublik jetzt Gebrauch macht. Bundeslandwirtschaftsminister Funke erklärte, dass der Verordnungsvorschlag der Kommission sehr spät gekommen sei, so dass die Ausnahmeregelung nur noch geringe Auswirkungen auf die diesjährige Vermarktungssaison haben werde. Die Intervention beginnt am 1. November 2000. Die bisher geltende Abschlagsregelung wird für die Feuchtigkeitsstufen von 14,6 bis 15,0 Prozent fortgeschrieben. Das bedeutet, dass je 0,1 Prozentpunkt zusätzliche Feuchte über 14 Prozent 0,2 Euro je Tonne Getreide vom Interventionspreis abgezogen werden. Bei 15 Prozent Feuchtigkeit beläuft sich der Abzug auf zwei Euro je Tonne. (ED)
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