Zuchtunternehmen

Investitionen drücken auf KWS-Ergebnis


Die KWS Gruppe konnte dem Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 (Juli bis März) um 7,1 Prozent auf 833,2 Mio. € steigern. Das Ergebnis (EBIT) lag mit 128,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert (140,1 Mio. €). Das Saatzuchtunternehmen begründet den Rückgang mit negativen Währungseinflüssen, höheren Herstellungskosten sowie gestiegenen Aufwendungen für Forschung, Entwicklung und Vertrieb. Nach Abschluss des wichtigen 3. Quartals bestätigt KWS die selbst gesteckten Jahresziele: Das Umsatzwachstum soll 5 bis 10 Prozent betragen, die EBIT-Marge erwartet KWS bei mindestens 10 Prozent.

Marktanteile in Europa verteidigt

In den ersten drei Quartalen verzeichnete das Segment Mais trotz der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage und teilweise rückläufigen Anbauflächen mit 648,5 (596,9) Mio. € einen Umsatzanstieg von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Segmentergebnis lag zum Ende des dritten Quartals mit 71,4 (87,8) Mio. € unter dem Vorjahresniveau. In Brasilien seien trotz des weiterhin schwachen brasilianischen Reals auch die in Euro konsolidierten Umsätze gestiegen. Das Nordamerikageschäft sei dagegen teilweise durch Wechselkurseffekte begünstigt worden. In Europa habe KWS die Marktanteile größtenteils verteidigen können, trotz regionaler Umsatzeinbußen, wie beispielsweise in Frankreich.

Größere Anbaufläche für Zuckerrüben

Die Umsätze im Segment Zuckerrübe erreichten nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 331,4 (288,6) Mio. € und erhöhten sich somit um 14,8 Prozent. In Europa wirkte sich der Anstieg der Anbaufläche positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Das Segmentergebnis stieg um 22,2 Prozent auf 108,3 (88,6) Mio. €. Im Saldo positive Währungsentwicklungen sowie geringere Forderungsabschreibungen trugen hierzu ebenfalls bei.

Weniger Gewinn mit Hybridroggen

Der Umsatz des Segments Getreide lag nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres mit 104,3 (98,2) Mio. € trotz rückläufiger Hybridroggenumsätze leicht über dem Vorjahresniveau. Dieser Umsatzanstieg ist hauptsächlich auf den im Vorjahr erfolgten Erwerb der restlichen Anteile von Momont sowie auf eine positive Umsatzentwicklung bei Wintergerste zurückzuführen. Sinkende Deckungsbeiträge beim Hybridroggen sorgten für ein kleineres Segmentergebnis von 16,7 (20,9) Mio. €. (SB)
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