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Die Internationale Agentur für erneuerbare Energien (Irena) ist heute in Bonn gegründet worden. Sie soll die Einführung erneuerbarer Energien sowohl in Industrienationen als auch in Entwicklungsländern vorantreiben. Neben dem Know-how-Transfer zwischen den Staaten verspricht sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auch einen „politischen Push für erneuerbare Energien“. Er verteidigte heute in Bonn auch staatliche Unterstützung für den Sektor. Nach seinen Angaben werden zurzeit fossile Energieträger wie Öl, Gas und Kohle sowie die Atomindustrie weltweit mit mehr als 240 Mrd. US-$ subventioniert. Dagegen sei der Betrag von rund 20 Mrd: US-$ für erneuerbare Energien gering. Schließlich verspricht sich Gabriel von einer internationalen Agentur für erneuerbare Energien, dass sie mehr Gehör bei bestehenden internationalen Institutionen wie etwa der Internationalen Energieagentur (IEA) findet. Irena soll mit einem Budget von rund 25 Mio. US-$ ausgestattet werden. Am morgigen Dienstag findet die konstituierende Sitzung der Vorbereitungskommission, der alle Zeichnerstaaten angehören, statt. (ED)
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