Italien beschließt Herkunftsangaben


In Italien muss auf verpackten Lebensmitteln zukünftig das Herkunftsland angegeben werden. Das hat der Agrarausschuss des Parlaments in Rom in dieser Woche beschlossen. Der Dioxin-Skandal in Deutschland zeige, dass der Verbraucher Sicherheit darüber haben müsse, woher die Lebensmittel kommen, erklärte dazu der italienische Landwirtschaftsminister Giancarlo Galan. Er möchte zudem einen Missbrauch der Angabe „Made in Italy" mit dem neuen Gesetz vermeiden, das deshalb auch von den italienischen Bauernverbänden begrüßt wird.

In der EU sind bisher nur Herkunftsangaben für Rindfleisch vorgeschrieben. Für Geflügel- und Schweinefleisch sind sie in der Diskussion. Ob das italienische Gesetz für alle Lebensmittel zu weit geht und gegen den gemeinsamen EU-Binnenmarkt verstößt, will die EU-Kommission in den kommenden drei Monaten prüfen. (Mö) 
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