Südamerika

JBS verkauft Beteiligungen

Der brasilianische Fleischkonzern JBS stößt sein Rindfleischgeschäft in Argentinien, Paraguay und Uruguay ab. Der Fleischriese trennt sich von Beteiligungen in diesen Ländern, meldet lebensmittelzeitung.net. Das Unternehmen der Batista-Familie steckt tief im brasilianischen Korruptionssumpf: Erst vor wenigen Tagen ist eine Milliarden-Strafe gegen den Konzern verhängt worden. 


Wie der Konzern mitteilt, gehen die Beteiligungen an Pul Argentina, Frigomerc und Pulsa für insgesamt 300 Mio. US-Dollar an den Konkurrenten Minerva. Der Deal sei einstimmig vom JBS-Verwaltungsrat genehmigt worden, heißt es in einer Mitteilung. Die zuständigen Behörden müssten der Transaktion noch zustimmen. Die Erlöse aus dem Verkauf will JBS nach eigener Aussage zum Schuldenabbau verwenden.

Die Verwicklung in eine Schmiergeldaffäre im Heimatland, die sich zur Staatskrise ausgewachsen hat, hat dem Konzern Strafzahlungen von umgerechnet 2,8 Mrd. € eingebrockt. Zudem sieht sich der Konzern Ermittlungen wegen Insiderhandels ausgesetzt. Die erste Tranche ist Ende dieses Jahres fällig. Ratingagenturen und Anleger haben seitdem die JBS-Aktie fallen lassen. (kbo)
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