Der Unternehmenssitz des kürzlich neu strukturierten Konzerns soll in Zukunft die irische Hauptstadt Dublin sein. Dies geht aus Dokumenten hervorgeht, die bei der US-Börsenaufsicht SEC eingegangen sind. Den Konzernsitz in Irland anzusiedeln, dürfte wie bei zahlreichen anderen internationalen Konzernen wohl steuerliche Gründe haben, schreibt die Irish Times. Operativ wird JBS allerdings nicht von Irland aus geführt, sondern vom englischen Hertfordshire.


Im Mai hatte JBS die irische Gesellschaft JBS Foods International gegründet. Sie wird in Folge des globalen Umbaus zur Muttergesellschaft der JBS aufsteigen. Das brasilianische Rindfleischgeschäft und zugehörige Geschäftsfelder wie Gerbereien sollen im Besitz der brasilianischen JBS verbleiben. Das restliche Geschäft im Wert von 30 Mrd. € wird der neuen irischen Konzernmutter zugeordnet. An der brasilianischen Geschäftseinheit soll die irische Mutter 75 Prozent halten. 

Den Löwenanteil seines rund 45 Milliarden Dollar schweren Umsatzes macht JBS im Ausland. In Europa hat sich der Fleischriese erst im vergangenen Jahr mit der Übernahme des nordirischen Geflügelfleisch-Produzenten Moy Park verstärkt. (az)
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