Japan soll Grenzen für EU-Agrarprodukte öffnen

Mit Japan will die EU ein Freihandelsabkommen abschließen. Auf die europäische Landwirtschaft warten neue Absatzchancen.

„Wir werden mit unserem Vorhaben von der Lebensmittelindustrie unterstützt", erklärte EU-Handelskommissar Karel De Gucht am Mittwoch in Brüssel. Die EU-Kommission möchte die EU-Mitgliedstaaten um das Mandat bitten, mit Japan über ein Freihandelsabkommen zu verhandeln. In der EU gibt es diesmal keine Bedenken im Agrarsektor.

Stattdessen werden für Milchprodukte und andere Verarbeitungserzeugnisse aus der EU gute Verkaufsmöglichkeiten bei den Japanern gesehen. Japan schützt vor allem seinen Reis- und Rindfleischmarkt mit hohen Einfuhrzöllen.

Probleme machen in den Verhandlungen die Hindernisse, die Japan europäischen Autoherstellern vorschreibt. Sollten die Hindernisse nicht binnen eines Jahres beseitigt werden, werde die EU die Verhandlungen abbrechen, warnte De Gucht. (Mö)
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