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Neben den Ernten für Weichweizen und Gerste ist vor allem die Maisernte in Frankreich deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr. Nach der jüngsten Schätzung des Agrarministeriums in Paris übertrifft die Maisernte mit 15,7 Mio. t das Vorjahresergebnis um 31 Prozent. Neben einer Zunahme der Anbauflächen auf 1,80 (Vorjahr: 1,69) Mio. ha ist die starke Zunahme vor allem auf die Steigerung der Hektarerträge zurückzuführen. Die Weichweizenernte beläuft sich nach der aktuellen Schätzung des Ministeriums auf 37,58 (29,05) Mio. t. Die Ernte von Gerste wird auf 11,0 (9,84) Mio. t veranschlagt, was gegenüber 2003 einer Zunahme von 11,7 Prozent entspricht.

Die Schätzungen des Agrarministeriums kommen der Analyse des Getreideamtes Onic nahe, das für Weichweizen eine Produktion von nahezu 37,5 Mio. t und für Gerste von 11,2 Mio. t ermittelt hat. Unter dem Eindruck des größeren Angebots hält die Onic verstärkte Exportanstrengungen für notwendig. Dabei vermerkt das Getreideamt mit Befriedigung, dass die Lieferungen der französischen Getreideerzeuger in die Länder der EU "mehr Dynamik" aufweisen, sodass die Onic-Schätzungen für die EU-Lieferungen mit 7,7 Mio. t für Weichweizen und nahezu 3,3 Mio. t für Gerste gegenüber dem Vormonat um 180.000 t und um 100.000 t heraufgesetzt werden konnten. Andererseits stellt die Onic fest, dass die Lieferungen in Drittländer durch das hohe Niveau des Euro behindert werden, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. (ED)

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