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Russland werde das Importverbot für Fleisch und weitere tierische Erzeugnisse aus Europa nach jedem dort aufgetretenen Fall der Maul- und Klauenseuche um jeweils 21 Tage verlängern. Dies berichtet die Moskauer Zeitung "Vedomosti" unter Berufung auf das nationale Landwirtschaftsministerium. Zuerst solle der Verzicht auf das Einfuhrverbot für Erzeugnisse aus Osteuropa einschließlich der baltischen Staaten geprüft werden, so der Ressortchef und stellvertretenden Ministerpräsidenten Russlands, Alexej Gordejew. Die nach der Verhängung des Importverbots am 26. März von europäischen Botschaftern und Handelsfirmen aufgenommenen Verhandlungen hätten bislang zu einem geringfügigen Zugeständnis geführt, schreibt Vedomosti. Die Einfuhren von Fisch aus Island seien wieder zugelassen worden. Dies erklärte das russische Agrarministerium damit, dass in diesem Land bislang kein einziger Fall von MKS oder BSE registriert wurde. Dabei sei Island mengenmäßig einer der unbedeutendsten Handelspartner Russlands. Von insgesamt 61 Mio. US-$, die nach amtlichen Angaben im letzten Quartal 2000 für die russischen Fischimporte ausgegeben worden seien, entfielen auf Island lediglich 751.000 US-$. (pom)
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