Jordanien wird Treffpunkt der Getreidehändler


Die Getreideexporteure, die nach Nordafrika und in den Nahen Osten liefern, treffen sich 2012 erstmals  in Jordanien. Bisher fand die traditionelle Konferenz in Ägypten statt. Die russische Getreideunion und die Getreidemarktagentur AKP-Inform, die mit Unterstützung des Moskauer Agrarministeriums die jährliche Getreidehandelskonferenz ausrichten, begründen den Ortswechsel mit der geografischen Lage Jordaniens und der politischen Stabilität des Landes. Jordanien liege im Zentrum der arabischen Staaten des Nahen Ostens, argumentieren die russischen Veranstalter. Als Getreideimportland hat es jedoch nur untergeordnete Bedeutung.

Die Konferenz „International Grain Trading Summit" findet vom 26. bis 29. April 2012 in der jordanischen Hauptstadt Amman statt. Sie will Exporteure aus der EU und den Schwarzmeerländern mit den Einkäufern in Nordafrika und dem Nahen Osten zusammenbringen. Die Länder Nordafrikas importieren nach den Zahlen des Internationalen Getreiderates IGC 2011/12 etwa 23 Mio. t Weizen und die Länder des Nahen Ostens rund 18 Mio. t Weizen. Insgesamt gehen 31 Prozent aller globalen Weizenexporte in diese Region. (db)
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