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Für Bioenergie werden zurzeit Nachhaltigkeitskriterien gesucht. Sie sollen sicherstellen, dass durch den Anbau kein ökologisch wertvoller Bestand zerstört wird. Forscher fürchten aber aber, dass die Biomasseproduktion den Anbau von Lebensmitteln verdrängen kann, der dann wiederum in ökologisch sensible Räume ausweichen würde. Für solche Fälle bietet das rechtliche Instrumentarium der zurzeit vorliegenden EU-Richtlinie keine Handhabe, argumentieren Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Sie stellen ihre Untersuchungen auf dem Leipziger Umweltrechtlichen Symposion vor, das am 23. und 24. April stattfindet. Dort befassen sich etwa 100 Juristen mit Rechtsfragen der Nutzung Erneuerbarer Energien. Ähnliche Bedenken, wie sie jetzt aus dem Helmholtz-Zentrum kommen, werden auch in der US-Umweltbehörde EPA diskutiert. (ED)
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