Das Handelsabkommen steht schon seit längerem in der Kritik; im Juli wurde der Gesetzestext veröffentlicht und steht auch in deutscher Übersetzung zur Verfügung. Für den Laien sind die 1500 Seiten Text allerdings kaum verständlich. Eine Gruppe von Experten hat nun die Analyse "CETA lesen und verstehen" verfasst, die das Abkommen kritisch unter die Lupe nimmt.

Herausgeber der Studie sind unter anderem die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der BUND und attac Deutschland. Der aktuelle Stand zu den CETA-Verhandlungen ist, dass die EU-Kommission den Länderregierungen ein Mitspracherecht über die Verabschiedung des Handelsabkommens zugestanden hat. Aus der Bevölkerung kommen nach wie vor Proteste.

Am 17. September finden in sieben deutschen Großstädten Demonstrationen gegen die Handelsabkommen CETA und TTIP statt, organisiert vom Verband des Fairen Handels Deutschland und dem Weltladen-Dachverband. Sie kritisieren unter anderem, dass CETA Unternehmensrechte stärke, aber das Allgemeinwohl außer Acht lasse.  (lm)
stats