Von 5.600 im KAT organiserten Mitgliedsbetrieben sind 21 in die aktuell laufenden Ermittlungen der StaatsanwaltschaftOldenburg einbezogen, teilt die Organisation mit. Es werde geprüft, ob es in der Vergangenheit zu Verstößen gegen die Vorgabe zur Besatzdichte gekommen sei. Die von KAT im Jahr 2012 auf den besagten Betrieben vorgenommenen Prüfungen im Rahmen der Qualitätssicherung hätten keine Hinweise auf derartige Verstöße gegeben, heißt es in der Mitteilung. Trotzdem habe der Vereine jetzt zusätzliche Sonderaudits angeordnet.

KAT weist darauf hin, dass in derartigen Prüfungen nicht alle Legehennen gezählt werden können. Vielemhr würden Plausibilitätsprüfungen vorgenommen. Dabei kontrolliere der Verein regelmäßig und unangekündigt die Mitgliedsbetriebe und gleiche deren tägliche Legeleistung mit der dafür hinterlegten Zahl an Legehennen ab.

Darüber hinaus fordert der Verein eine stärke Einbeziehung der Brütereien und Aufzuchtbetriebe für Legehennen. Somit könnten Lieferbeziehungen für Legebetriebe besser verfolgt werden.

Als wertvolles Instrument bezeichnet KAT die Ermittlung des Futterverbrauchs auf den Betrieben. Daraus ergäben sich zuverlässing Informationen über den Tierbestand. KAT-Geschäftsführer Caspar von der Crone fordert die Futterindustrie auf, Teil eines Frühwarnsystems zu werden. Auch werde sich der Verein um eine intensivere Zusammenarbeit mit Kontrollbehörden bemühen. Eine moderene Lebensmittelüberwachung können nur durch eine engere Verzahnung amtlicher und privater Kontrollsysteme gelingen, so von der Crone. (jst) 
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