Freihandelsabkommen

KAT gegen ukrainische Käfigeier


Seit Anfang des Jahres gelangen mehr Eier aus Käfighaltungen in die EU. Grund ist das seit dem 1. Januar geltende Freihandelsabkommen mit der Ukraine. Nach Angaben der EU-Kommission lieferte die Ukraine bereits im vergangenen Jahr 3.560 t Eier und Eiprodukte aus Käfighaltung in die EU. „Dieser Trend wird durch das Freihandelsabkommen noch verstärkt“, befürchtet der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT).

Gewisse Teile dieser Ware seien auch nach Deutschland gegangen. „Es werden also weiterhin Eier aus Käfighaltung in unseren Lebensmitteln verarbeitet. Seit Anfang 2012 ist die Käfighaltung innerhalb der Europäischen Union zwar verboten, der Import solcher Eier jedoch nicht. Wir von KAT haben uns in der Vergangenheit nachhaltig für das Verbot der Käfighaltung eingesetzt – wir sollten jetzt alles tun, damit Käfigeier nicht über die Hintertür wieder in unsere Lebensmittel gelangen“, erklärt der Kat-Vorsitzende Friedrich-Otto Ripke.

Um auch bei verarbeiteten Eiern für Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu sorgen, hat KAT 2011 das Siegel „Herkunft der Eier – kontrolliert durch KAT“ ins Leben gerufen. Der Nachweis, dass verarbeitete Eier aus alternativer Haltung stammen, erfolgt hier ähnlich wie bei lose verkauften Eiern: Ein datenbankgestütztes, mengenbasiertes Kontrollsystem mit Absicherung der Warenbewegungen sorgt dafür, dass sich die Eier in einem geschlossenen System befinden. Dies garantiert eine durchgehende Rückverfolgbarkeit für verarbeitete Eier.

„Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen sollten alle Unternehmen, die frische Eier, Eipulver oder Flüssigei in ihren Produkten weiterverarbeiten, verstärkt auf die Herkunft der Ware achten“, fordert Ripke. (SB)
stats