Schnabelkürzen

KAT reagiert auf Kannibalismus

Die Umstellung auf unkupierte Schnäbel in der Geflügelhaltung stellt für die Betriebe eine Herausforderung dar. Das haben in den vergangenen Monaten eine Reihe von KAT-Betriebe erfahren, die ihre Legehennen bereits mit ungekürzten Schnäbeln eingestallt haben. Diese Testreihen hätten in mehreren Fällen gezeigt, dass es aufgrund von zunehmenden Kannibalismus und erhöhter Mortalität auch zu mehr Tierleid bei der Umstellung kommen könne, meldet KAT heute.


Deswegen setzt der Verein zunächst auf den freiwilligen Verzicht. Allerdings soll das Verbot des Schnabelkürzens bei Legehennen auf freiwilliger Basis bereits ab dem 1. Januar 2016 in die KAT-Leitfäden aufgenommen werden. Damit soll die Umstellung bis zum Jahr 2018 "kontrollierter" aublaufen. In unterschiedlichen Testreihen wurde festgestellt, dass die Haltung mit lang belassenen Schnäbeln mit mehr Aufwand und Aufmerksamkeit durch den Tierhalter verbunden ist.


Mehr Transparenz
Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) ist die Kontrollinstanz für die Herkunftssicherung und Rückverfolgung von Eiern aus alternativen Hennenhaltungssystemen in Deutschland und den benachbarten EU-Ländern. Er wurde 1995 gegründet. (kbo)
"Wir haben diese Schwierigkeiten in der Umstellung zum Anlass genommen, das Verbot des Schnabelkürzens zunächst auf freiwilliger Basis, aber dafür auch bereits Anfang 2016 in unsere Leitfäden aufzunehmen",erklärt der KAT- Vorstandsvorsitzende Friedrich-Otto Ripke. Damit könnten alle Tierhalter nach ihren betriebsspezifischen Möglichkeiten frühzeitig und auch nachhaltig mitgenommen werden. Das sei ein klares Signal an die KAT-Mitglieder, einerseits bereits Anfang 2016 kontrolliert mit der Umstellung beginnen zu können und andererseits spätestens zum 31. August 2018 mit allen Herden fertig zu sein. (kbo)

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