Neue Strategie

K+S-Aktie erholt sich wieder

Die Aktie des im MDAX gelisteten Salz- und Düngemittelherstellers hat sich am Dienstag am frühen Nachmittag wieder etwas erholt, nachdem sie am Montag nach Vorstellung der Strategie „Shaping 2030“ kräftig nachgegeben hatte. Einige Aktienanalysten hatten danach gedämpfte Prognosen für die Entwicklung des Aktienkurses abgegeben.

Denn für Investoren sei das ambitionierte Ergebnisziel für 2030 zu langfristig, schreiben Kommentatoren auf einschlägigen Aktienportalen. Zudem hatte wohl manch einer im Vorfeld einen deutlicheren Konzernumbau, inklusive Standortschließungen und einer Abspaltung und eines getrennten Börsenganges der Salzsparte erwartet.

Mit der neuen Strategie, über die agrarzeitung.de am Montag berichtete,  bekennt K+S sich jedoch weiterhin zu den beiden Unternehmenssparten Düngemittel und Salz. Die Bereiche sollen aber integriert werden, wodurch Synergien etwa in der Digitalisierung, Verwaltung, im Einkauf und der Logistik gehoben werden sollen. Außerdem bekennt sich der Kasseler Konzern zu seinen deutschen und internationalen Produktionsstandorten.

Vier neue Segmente

Bis 2020 will K+S seinen Verschuldungsgrad halbieren. Bis dahin soll ebenfalls die Ausrichtung auf die vier Produkt-Markt-Segmente „Agriculture“, „Industry“, „Consumers“ und „Communities“ erfolgt sein. Davon verspricht sich das Unternehmen eine bessere Kundenansprache und eine systematischere Entwicklung des Produktportfolios. Für das Jahr 2030 stellt der Konzern das ambitionierte Ziel eines operativen Ergebnisses Eitda von 3 Mrd. € in Aussicht.

Darüber hinaus will K+S künftig die Abhängigkeit von externen Faktoren wie beispielsweise dem Wetter oder dem Weltmarktpreis für Kaliumchlorid reduzieren. Daher soll das Spezialitätengeschäft sowie angrenzende Geschäftsfelder wie zum Beispiel Fertigation ausgebaut werden. Außerdem will K+S das Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika erweitern. (pio)
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