Umweltschutz

K+S beantragt mehr Zeit

K+S will über die erlaubte Frist Ende November 2015 Abwasser aus den Kalibergwerken in Hessen hinaus in den Boden pressen dürfen. Derzeit werde an den Unterlagen zu dem neuen Versenkantrag gearbeitet, teilte K+S mit. 

K+S steht für die Entsorgung von Salzabwässern ab Dezember 2015 zunächst nur der Entsorgungsweg der Einleitung in die Werra zur Verfügung. „Die Kaliproduktion in Hessen und Thüringen ist in Abhängigkeit von der Wasserführung der Werra dadurch in wenigen Tagen möglicherweise nur noch eingeschränkt gewährleistet“, sagt Dr. Ralf Diekmann, Geschäftsführer der K+S Kali GmbH.  
 
Vor der Entscheidung über den von K+S im April dieses Jahres eingereichten Antrag zur weiteren Versenkung von Salzabwässern sind nach Angaben des Regierungspräsidiums Kassel noch umfangreiche Prüfungen notwendig, die aus heutiger Sicht über den 30. November 2015 hinaus zusätzliche Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen werden. Die Genehmigungsbehörde prüft vor diesem Hintergrund die Möglichkeit einer Übergangsregelung bis zur endgültigen Entscheidung.   

Die derzeitige Versenkerlaubnis bis Ende November wird von Umweltschützern kritisiert. Sie verweisen auf ein Gutachten des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG) vom Juli 2014. Darin wird eine Gefahr für Trink- und Heilwasserbrunnen durch Salzabwasser nicht ausgeschlossen. (da)
 
 
stats