Versenkung

K+S erhält eingeschränkte Zusage


Befristet bis zum 31. Dezember 2016 hat das Regierungspräsidium Kassel heute der Fortführung der Versenkung als Übergangslösung mit deutlich reduzierten Versenkmengen zugestimmt. Diese befristete Erlaubnis gilt nach Informationen von agrarzeitung.de ab sofort. Bis Ende 2016 darf die K+S Kali GmbH insgesamt noch 725.000 Kubikmeter Abwässer aus den Kalibergwerken Wintershall und Hattorf in den Untergrund versenken, allerdings nur in Hattdorf. Die zugelassene Versenkmenge liegt deutlich unter der Gesamtmenge der letzten Jahrzehnte.

In den Auflagen zu der Übergangserlaubnis ist ein strenges Überwachungs- und Messregiment vorgegeben. Sie ist jederzeit widerrufbar, und weitergehende Inhalts- und Nebenbestimmungen seitens der Umweltbehörde des Regierungspräsidiums sind jederzeit zulässig. Ursprünglich hatte das Unternehmen eine Versenkerlaubnis für insgesamt 12 Mio. Kubikmeter bis Dezember 2021 mit maximalen jährlichen Versenkmengen von 3,9 Mio. Kubikmeter pro Jahr beantragt. Diesen Antrag konnte das Regierungspräsidium nicht genehmigen, weil dazu zu wenig Prognoserechnungen über die Ausbreitung des verpressten Salzabwassers im Untergrund vorliegen.

K+S musste seit Anfang Dezember die Kaliproduktion drosseln, weil die erforderliche Genehmigung abgelaufen war. Seit Mittwoch dieser Woche wurden an den Standorten Unterbreizbach und Hattdorf wieder voll auf Sicht produziert, bestätigte ein K+S-Sprecher gegenüber agrarzeitung.de. Auf Grund der jetzt begrenzten Zulassung muss K+S jedoch die weitere Kaliproduktion und sowie die Entsorgung von Salzabwässer weiterhin an der Wasserführung der Werra ausrichten. "Das wird zu Beginn des Jahres aufgrund der im langjährigen Durchschnitt höheren Niederschläge eher möglich sein als später im Jahr“, sagt Dr. Ralf Diekmann, Geschäftsführer der K+S Kali GmbH. „Mit Blick darauf sind weitere temporäre Produktionseinschränkungen an den einzelnen Standorten des Werkes Werra in den kommenden Monaten nicht auszuschließen“ so Diekmann weiter. Vorsorglich wurde deshalb mit dem Gesamtbetriebsrat eine Betriebsvereinbarung über die Durchführung von Kurzarbeit abgeschlossen. (da)
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