Kurzarbeit

K+S kann eingeschränkt wieder Kali abbauen

Durch die Niederschläge der vergangenen Tage war es möglich, am Standort Wintershall die Speicherbecken für Produktionsabwässer weitgehend zu entleeren und über den Lösungsverbund Hartsalzlösung aus Unterbreizbach zu verarbeiten. Dies eröffnet für den thüringischen Kali-Standort Unterbreizbach die Möglichkeit, nach rund drei Wochen Kurzarbeit die Produktion nun zunächst wieder aufzunehmen.

Rund 650 Mitarbeiter betroffen

Da die Prozesswasser-Becken in Philippsthal noch nicht entleert werden konnten, ruht die Produktion am Standort Hattorf mit Ausnahme der Bittersalzproduktion weiterhin. Davon sind rund 650 Mitarbeiter betroffen, die sich seit Anfang Mai in Kurzarbeit befinden, teilt die K+S mit. Die Möglichkeiten für K+S, Salzabwässer aus der Kaliproduktion zu versenken, sind auf Grund einer Übergangsregelung nur begrenzt möglich. So ist das Kaliwerk Werra bei der Entsorgung der Halden- und Produktionsabwässer seit Ende des Jahres 2015 sehr stark von der Wasserführung der Werra abhängig. Dies hat das Regierungspräsidium Kassel so verfügt.

Um die Produktion kontinuierlich aufrechtzuerhalten, werden alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Dazu gehören neben den Entsorgungswegen Einleitung und Versenkung, vor allem eine optimale Bewirtschaftung der Speicherbecken sowie die Nutzung des Verbundes der Werke Unterbreizbach und Wintershall.  (da)
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