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Die K+S, Kassel, übernimmt die Vertriebs- und Produktionskapazitäten der französischen SCPA (Société Commerciale des Potasses et de l'Azote), Mulhouse. Über den Kaufpreis haben die beiden Vertragspartner Stillschweigen vereinbart. Der übernommene Umsatzanteil wird von Beobachtern auf einen zweistelligen Millionenbetrag veranschlagt. Der Operation müssen der Privatisierungsausschuss und die Wettbewerbshüter in Frankreich noch zustimmen. Es wird nicht daran gezweifelt, dass K+S grünes Licht bekommt. Die SCPA ist eine 100-prozentige-Tochter der staatlichen EMC.

Mit der Übernahme stärkt der K+S-Konzern, der in Frankreich seit Jahren gut eingeführt ist und im vergangenen Jahr einen Umsatz von 417 Mio. EUR erzielte, seine Präsenz auf dem französischen Markt. K+S erwirbt die Kundenstämme und Markenrechte der SCPA sowie Anteile an mehreren regionalen Düngemittelgesellschaften. Die erworbenen Gesellschaften und Standorte werden mit der bereits seit zehn Jahren in Frankreich operierenden Kali+Salz France zur neuen Gesellschaft K+S Kali+SCPA France zusammen gefasst. Die neue Gesellschaft wird eine 100-prozentige Tochter des K+S-Konzerns sein. Bisher ist K+S in Frankreich mit folgenden Gesellschaften vertreten: Kali+Salz France für Kalidünger, Fertiva France für Stickstoffdünger, Compo France mit Spezialitäten für Baum-, Wein- und Blumenzucht und Esco France für Produkte auf Salzbasis. Ziel des deutschen Konzerns ist es, mit der Übernahme Synergien frei zu setzen und die Ergebnisse, vor allem im Vertrieb, zu optimieren. (JF)

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