Globaler Kalimarkt

K+S korrigiert Ertragsprognose


Die K+S AG, Kassel, kündigt heute an, dass die erwartete Ergebnisverbesserung im Geschäftsbereich Salz wahrscheinlich nicht ausreiche, um den Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auszugleichen. Damit revidiert das Unternehmen seine bisherige Prognose, sein operatives Ergebnis 2013 im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern zu können. „Auch die im Finanzbericht 2012 genannte Aussicht auf eine weitere leichte Steigerung des operativen Ergebnisses im Jahr 2014 ist möglicherweise nicht länger gegeben", heißt es in Kassel weiter.

Zur Begründung nennt K+S die Entscheidung des russischen Herstellers Uralkali, die zusammen mit der weißrussischen Belaruskali gemeinsam betriebenen Vertriebsorganisation BPC zu beenden. Außerdem habe die Ankündigung von Uralkali, die Produktion auszuweiten, eine „erhebliche Unsicherheit über die weitere Mengen- und Preisentwicklung im Markt für Kalidüngemittel" ausgelöst, argumentiert K+S.

Belaruskali findet Partner in Qatar

Unterdessen hat die JSC Belaruskali auf seiner russischsprachigen Internetseite eine Vereinbarung mit Muntajat, der staatlichen Vertriebsgesellschaft für chemische und petrochemische Produkte in Qatar, bekannt gegeben. Danach sind sich beide Partner zu Wochenbeginn über einen gemeinsamen Vertrieb von Mineraldüngern einig geworden.

Muntajat habe sich bereit erklärt, bis zu 3 Mio. t Kalidünger jährlich zu vertreiben. Außerdem könnten in der Kooperation auch Mehrnährstoffdünger hergestellt werden, denn die staatliche Vertriebsorganisation hat bereits Stickstoffdünger der Qatar Fertilizer Company (QAFCO) im Programm.

Weißrussland hat Brasilien im Blick

Belaruskali kündigt an, auch auf Märkten anzutreten, wo bisher kein weißrussisches Kali vertrieben worden sei. Als Beispiel wird Brasilien genannt. Die Zusammenarbeit mit dem Partner in Qatar sei nur „ein Teil einer neuen Vertriebsstrategie von Belaruskali", heißt es in Weißrussland weiter. (db)
stats