Kalimarkt

K+S kündigt höhere Dividende an


Der Aktienkurs von K+S ist derzeit sehr niedrig und gibt Anlass für Spekulationen über einen erneuten Übernahmeversuche. Im Interview mit der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires sagte heute der K+S Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner: "Wir haben dafür keine Indikationen, aber ausschließen können wir nichts. Sollte ein Vorschlag auf den Tisch kommen, werden wir diesen nach Recht und Gesetz im besten Interesse des Unternehmens prüfen, so wie wir das im letzten Jahr getan haben." 2015 gab es durch den kanadischen Kaliproduzenten Potash Corporation ein freundliches Übernahmeangebot, das K+S abwehren konnte. Steiner gibt sich im Dow-Jones-Interview vor der offiziellen Vorlage der Geschäftszahlen am 11. März zuversichtlich: "Es gibt keinen Grund, an unserer Ebit-Prognose von 780 bis 830 Mio. € zu rütteln. Dass wir am unteren Ende herauskommen werden, dürfte keinen überraschen." Er verspricht eine deutlich höhere Dividende für das Geschäftsjahr 2015.

Schwache Kalinachfrage

International liegen die Kurse für Kaliumchlorid bei 250 US-$. Steiner führt die zurückhaltende Nachfrage nach Kalidünger auf verschiedene Faktoren wie die rückläufigen Agrarpreise aufgrund hoher Bestände bei Weizen zurück. Außerdem stecke mit Brasilien eines der wichtigsten Abnehmerländer in einer tiefen Krise. Wir halten trotz der derzeit eingetrübten Lage am Kalimarkt unverändert an unserer Prognose fest, bis 2020 das Konzern-Ebitda auf rund 1,6 Mrd. € zu steigern. Dazu wird das Legacy-Projekt in Kanada beitragen. Das Kaliwerk soll, so Steiner wie geplant im Sommer dieses Jahres in Betrieb gehen und Ende 2016 die erste Tonne Kali produzieren.

Sicher hat Steiner Interesse weiter im Deutschen Aktienindex DAX zu bleiben. Doch dürfte es seiner Einschätzung nach eine große Herausforderung werden, die Kriterien der Deutschen Börse nach dem starken Kursrückgang zu erfüllen. Steiner wörtlich: "Auch im M-DAX wäre K+S kein Unternehmen minderer Qualität." (da)
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