Neunmonatsbilanz

K+S leidet unter Produktionsstopp

In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sank der Umsatz der K+S Gruppe um 22 Prozent auf 2,5 Mrd. € (Vorjahr: 3,2 Mrd. €). Neben einem niedrigeren Preisniveau im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wirkten sich vor allem die Produktionseinschränkungen am Werk Werra aus. Auf Ebene des Ergebnisses konnten von Januar bis September die Preis- und Mengeneffekte nicht vollständig durch Kosteneinsparungen aufgefangen werden. Das operative Ergebnis Ebit sank um 68 Prozent auf 202 (628) Mio. €, teilt das Kasseler Unternehmen heute mit.

Versenkmenge für 2016 bereits ausgeschöpft

„Mittlerweile haben sich die Kaliumchlorid-Preise stabilisiert", sagte heute der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner. Viel größere Sorgen bereitet ihm die ständigen Produktionsunterbrechungen am Kaliwerk Werra. Beim Abbau der Kalisalze fallen große Mengen salzhaltige Abwässer an. Diese darf K+S nach Anordnung des Regierungspräsidiums Kassel nur begrenzt in die Werra einleiten. Die von der Behörde übergangsweise genehmigte Versenkmenge von 725.000 m3 ist für dieses Jahr bereit erschöpft.

Nur Unterbreitzbach läuft ohne Probleme

Erschwerend hinzu kommt der niedrige Wasserstand der Werra, was zusätzlich die Einleitung der Salzabwässer beschränkt. Durch dieses beide begrenzenden Faktoren kommt es immer wieder zu Produktionsstopps. Die dadurch entstandene Minderproduktion kann bis zum Jahresende nicht mehr aufgeholt werden, teilt K+S mit. Nur das Werk Unterbreizbach läuft problemlos. Hier hat K+S die Genehmigung, bis zu 200.000 m3 Produktionsabwässer im Grubenfeld Springen (Thüringen) zwischenzulagern.

Eine gute Nachricht zur Abwassergenehmigung kam in dieser Woche. Die niedersächsische Bergbehörde hat den Kasseler die Nutzung von Haldenwässern aus dem Werk Werra zur Flutung des stillgelegten Bergwerkes Bergmannssegen-Hugo südlich von Hannover genehmigt. (da)
stats