Immerhin auf niedrigem Niveau stabilisieren sich derzeit die Kalipreise. Seit gut einem Jahr befinden sich diese im Abwärtstrend, der sich nun leicht wieder nach oben entwickeln dürfte. Doch die K+S AG, Kassel, meldet bei einer weiterhin guten Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten von April bis Juni 2014 einen spürbar unter Vorjahr gesunkenen Umsatz auf 786 Mio. €.

Das Ebit liegt im 2. Quartal bei 157 Mio. €. Allerdings kam hier ein Sondereffekt von 30 Mio. € dazu, der aus einer  Versicherungsleistung aufgrund der Betriebsunterbrechung im Werk Unterbreizbach resultierte. 

Im 1. Halbjahr verzeichnete die K+S-Gruppe einen Umsatzrückgang um 5 Prozent auf knapp 2 Mrd. €. Allein im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verringerte sich der Absatz gegenüber dem 1. Halbjahr 2013 auf 3,66 Mio. t (minus 4 Prozent).

Dagegen stieg der Umsatz im Salzgeschäft. Der milde Winter in Mitteleuropa wurde durch Mengenzuwächse in Nordamerika mehr als ausgeglichen.

Der Sparkurs geht weiter. Die für das Jahr 2014 angestrebten gut 150 Mio. € wurden bereits zur Hälfte erreicht. Insbesondere bei den Materialkosten und der Instandhaltung konnten Kostensenkungen realisiert werden, die sich positiv auf das Ebit I auswirkten.
Das Greenfield-Projekt „Legacy“ in der kanadischen Provinz Saskatchewan mache weiter gute Fortschritte. Im Jahr 2016 soll die Produktion von Kali dort beginnen.

Auch wenn die Preisentwicklung bei Kaliprodukten inzwischen die Talsohle durchschritten haben sollte, bleiben die Aussichten gedrückt. Der Umsatz der K+S-Gruppe dürfte im Geschäftsjahr 2014 einen Wert zwischen 3,65 und 3,85 Mrd. € erreichen. Für das Ebit erwartet K+S einen Betrag zwischen 490 und 570 Mio. €. (da)
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