Düngemittel

K+S muss fleißig sparen


Die K+S AG, Kassel, sieht nach den Verwerfungen am weltweiten Kalimarkt seit Juli 2013 erstmals wieder Aufwärtstendenzen. „Die Talsohle beim Preisniveau liegt hinter uns“, sagt K+S-Chef Norbert Steiner heute bei der Vorlage des 1. Quartalsberichtes für 2014.

Doch ist diese Feststellung vor dem Hintergrund zu bewerten, dass das Kaligeschäft von Juli bis Dezember 2013 regelrecht eingebrochen ist und sich nun langsam wieder zu erholen beginnt. So liegen die Kalipreise immer unter dem Niveau von vor einem Jahr. Und nach einem schwachen Herbstgeschäft hat die Nachfrage nach Kalidünger in diesem Frühjahr in den K+S-Hauptabsatzregionen Europa und Brasilien wieder angezogen.

In der Bilanz für das 1. Quartal 2014 verzeichnet die für das Kali- und Magnesiumgeschäft verantwortliche Tochtergesellschaft K+S Kali GmbH einen Umsatzrückgang um 19 Prozent und das Ergebnis ging um 36 Prozent zurück.

Wenig Auftausalz in Europa

Ein kalter langer Winter in Nordamerika sorgte beim Salzgeschäft für einen Ausgleich zu den milden Temperaturen Europa. Insgesamt sank der Umsatz der K+S Gruppe von Januar bis März 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 7 Prozent auf rund 1,2 Mrd. €. Das operative Ergebnis erreichte 219,6 (278) Mio. €. Das bereinigte Konzernergebnis der K+S-Gruppe nach Steuern betrug im Berichtszeitraum 141,5 (190,2) Mio. €.

Die Folgen, die das Aus der russisch-weißrussischen Vertriebsorganisation BPC im Juli 2013 mit sich brachte, hinterlassen beim Kasseler Düngerhersteller Spuren. Das vom Vorstand initiierte Sparprogramm „Fit für die Zukunft" sieht Kosteneinsparungen bis 2016 in einer Größenordnung von 500 Mio. € vor.
Allein in diesem Jahr müssen 150 Mio. € eingespart werden.

Nach Material und Instandhaltung könnte es jetzt auch das Personal treffen. Dazu hat der Vorstand schon erste Rahmenbedingungen mit der Gewerkschaft definiert. Ob, wann und in welchem Umfang Personalmaßnahmen notwendig werden, ist derzeit laut K+S noch offen.

In seiner Prognose für das laufende Jahr sieht Steiner einen moderaten Umsatzrückgang unter dem Wert des Vorjahres 2013 von 3,95 Mrd. €. Das operative Ergebnis EBIT der K+S Gruppe dürfte auf Grund des Umsatzrückgangs im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte deutlich unter Vorjahr von 656 Mio. € liegen. (da)
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