Führt die Werra zu wenig Wasser, darf K+S nur eine bestimmte Menge an Salzabwässer in die Werra einleiten. Das führte in der Vergangheit immer wieder zu ungewollten Produktionsstopps im Kaliwerk Hattdorf. Deshalb bemüht sich das Unternehmen um alternative Entsorgungswege. Derzeit steht die Inbetriebnahme von zwei neuen Speicherbecken am Standort Wintershall bevor. Das Volumen beträgt 130.000 Kubikmeter. Nach verschiedenen Ausbaustufen in den vergangenen Jahren werden die Beckenkapazitäten des Werkes Werra jetzt durch die Fertigstellung der neuen Becken 9 und 10 (Alte Ziegelei, Heringen) auf insgesamt 530.000 Kubikmeter erweitert.

Damit könne die Vollproduktion alleine über die Becken für mehr als 20 Tage abgesichert werden. Zusammen mit den ortsfernen Entsorgungswegen in Sachsen-Anhalt könne unabhängig vom Wasserstand der Werra Kali abgebaut werden. Der volle Betrieb aller drei Produktionsstandorte des Werkes Werra ist nach Unternehmensangaben bis Mitte Mai gesichert. (da)
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