Kaliförderung

K+S prüft Wiederbelebung von Mine


Reserven in der Tiefe
Das Bergwerk Siegfried-Giesen war nach Einstellung der Förderung 1987 weiter Reservebergwerk, da es noch über erhebliche Mengen verfügt. Im Jahr 2010 wurden in einer Machbarkeitsstudie die technischen, betriebswirtschaftlichen und marktseitigen Aspekte einer möglichen Wiederinbetriebnahme untersucht. Das Ergebnis: grundsätzlich aussichtsreich. 2012 kam es zur Entscheidung, die Genehmigungsfähigkeit des Projektes zu prüfen. (da)
„Im Gegensatz zum Jahr 2010, als wir mit der Machbarkeitsstudie für Siegfried-Giesen begonnen haben,“ erläutert Alexa Hergenröther, Geschäftsführerin der K+S Kali GmbH, „zeigt die aktuelle Marktanalyse, dass K+S mit den bestehenden Produktionskapazitäten für die nächsten Jahre gut aufgestellt ist. Unter den absehbaren Marktgegebenheiten ist eine zeitnahe Wiederinbetriebnahme des bisherigen Reservebergwerkes deshalb nicht sinnvoll.“ Eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen, heißt es aus Kassel. Vielmehr wolle das Unternehmen nach Vorlage eines unanfechtbaren Planfeststellungsbeschlusses innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Umsetzungsfrist von fünf Jahren entscheiden, ob und wann das Projekt umgesetzt werden könne.

Kein Abbau in der Zukunft?
Das Raumordnungsverfahren wurde im November 2013 durch den Landkreis Hildesheim mit der landesplanerischen Feststellung abgeschlossen. Danach begann das Planfeststellungsverfahren. Es wird vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie des Landes Niedersachsen geführt. Der Planfeststellungsbeschluss wird wohl frühestens für Ende dieses Jahres erwartet. (da)
Während des gesamten bisherigen Projektverlaufs hatte das Unternehmen immer deutlich gemacht, dass die Realisierung des Vorhabens neben den genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen vor allem auch von den aktuellen Marktbedingungen abhängt. Derzeit deutet wenig auf eine Nachfragebelebung auf dem Kalimarkt hin. Die Preise sind gegenüber Vorjahr gesunken.

Kein Anschluss für Sigmundshall

Die mögliche Wiederinbetriebnahme der Kaliproduktion im Werk Siegfried Giesen wurde auch als möglicher Anschluss für die Beschäftigten des Kaliwerkes Sigmundshall gesehen, dessen Lagerstätte um das Jahr 2060 erschöpft sein wird. Nun muss ein anderer Weg für die Mitarbeiter gefunden werden. (da)
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