Düngemittel

K+S spürt Aufwind

In den ersten neun Monaten 2015 hat die K+S-Gruppe den Umsatz um knapp 14 Prozent auf 3,2 Mrd. € gesteigert. Der Umsatz allein im 3. Quartal von Juli bis Oktober 2015 übertraf mit 891 Mio. € den Vorjahreswert um rund 8 Prozent. Nach dem Einbruch auf den Kalimärkten vor zwei Jahren musste K+S eisern sparen und die Organisationstruktur des Unternehmens neu aufstellen. Dies Einsparungsziele seien vollständig erzielt worden, teilte das Unternehmen heute bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Kassel mit.

Das operative Ergebnis, Ebit, der K+S-Gruppe erreichte von Januar bis Oktober 2015 einen Wert von 628 Mio. €. Der Anstieg wird auf höhere Preise für Salz sowie Kali- und Magnesiumprodukte gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgeführt. Daneben wirkte sich der stärkere US-Dollar zum Euro positiv aus. Der Geschäftsbereich Salz konnte das Ebit in den ersten neun Monaten auf 228 Mio. € nahezu verdoppeln. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verbesserte sich das Ebit auf 420 Mio. €. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 406 Mio. € und stieg damit um 36 Prozent. Im Berichtszeitraum wurden 905 Mio. € investiert. Das Geld floss in das Legacy Projekt in Kanada sowie auf das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier. Ab 2017 soll in Kanada die Produktion von Kalidüngern starten.

Optimistische Prognosen

Für das Gesamtjahr bleibt der DAX-Konzern in seiner Prognose zuversichtlich. Trotz einer geringeren Mengenverfügbarkeit im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und der aktuellen Abschwächung im Markt für Kaliumchlorid erwartet die Gruppe ein Ebit zwischen 780 und 830 Mio. €. Damit würde das Vorjahresergebnis übertroffen werden. Auch der Umsatz 2015 dürfte mit geschätzten 4,3 bis 4,5 Mrd. € höher als im Vorjahr ausfallen. Die Aktionäre dürfen sich über eine höhere Dividendenzahlung freuen, die der Vorstand für 2015 in Aussicht stellt. (da)
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