K+S stellt niedrigere Preise in Aussicht

Lebhafte Käufe von Düngemitteln und Auftausalzen bescheren der K+S-Gruppe einen guten Start ins 1. Quartal 2010. Umsatz und Ergebnis dürften im gesamten Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigen. Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S AG, Kassel, atmet auf: Zum einen füllten Händler von Januar bis März 2010 ihre niedrigen Lagerbestände mit Düngemitteln auf. Zum anderen wurden die eingelagerten Mengen in Europa auch von der Landwirtschaft eingesetzt.  Vor diesem Hintergrund hat Steiner heute vor der Hauptversammlung in Kassel seine bisherige Absatzprognose für das Gesamtjahr 2010 angehoben. Der Weltkaliabsatz dürfte 2010 die erwartete Mengenschätzung von 45 Mio. t um rund 5 Mio. t übertreffen. Für den K+S-Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erwartet Steiner eine Jahresproduktion von rund 6,5 Mio. t Ware, rund 500.000 t mehr als bisher geplant. Mit Blick auf die vorhandene Produktionskapazität in Höhe von knapp 8 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte hält der K+S-Vorstandschef eine teilweise Rücknahme der Produktion im 2. Halbjahr für wahrscheinlich. Ausgehend von den derzeit gültigen Kalipreisen stellte er ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres Durchschnittspreisniveau für 2010 in Aussicht.

Die Erholung der Nachfrage bei Düngemitteln sowie die Konsolidierung des US-Salzherstellers Morton Salt führten zu einem Zuwachs des Umsatzes um 43 Prozent auf 1,5 Mrd. € gegenüber dem Vorjahresquartal. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern erreichte knapp 176 Mio. €, ein Plus von 44 Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2010 ebenfalls deutlich höher ausfallen.

Für das Gesamtjahr deuten alle Faktoren auf eine deutlich höhere Nachfrage nach Düngemitteln und Salz hin. K+S rechnet daher mit einem höheren Umsatz und Ergebnis.  Vor dem Hintergrund der erwarteten Ergebnisentwicklung sollte sich das Niveau der Finanzschulden im Vergleich zum Vorjahr rückläufig entwickeln. Die Nettoverschuldung liegt derzeit bei 1,05 Mrd. €, was einem Verschuldungsgrad von 44 Prozent entspricht. (da)
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