Kurzarbeit

K+S unterbricht Kaliproduktion


Strengere Auflagen zur Entsorgung des salzhaltigen Abwassers zwingen den Düngemittelkonzern K+S zu einer Einschränkung der Produktion. Ab Freitag, 1. April, sollen die Werke in Hattorf und Unterbreizbach vorübergehend schließen. Der Konzern begründete diesen Schritt mit geringen Niederschlägen in den vergangenen Wochen und der damit verbundenen Limitierung der Einleitung in die Werra. K+S musste bereits im Dezember 2015 die Kaliproduktion vorübergehend drosseln, weil die erforderliche Genehmigung zur Versenkung der Abwässer im Erdreich abgelaufen war.

Das Regierungspräsidium Kassel hatte Mitte Dezember 2015 in einer Übergangregelung die Versenkung von Abwasser wieder erlaubt, die zulässigen Mengen aber deutlich reduziert. Über die von K+S beantragte Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 wurde noch nicht entschieden. Dem Unternehmen stehe dieser „dringend benötigte Entsorgungsweg“ zurzeit nur sehr begrenzt zur Verfügung, stellt K+S fest. Die Entsorgung salzhaltiger Abwässer müsse seither eng an der Wasserführung der Werra und dem Fassungsvermögen der vorhandenen Stapelbecken ausgerichtet werden, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Für die rund 650 betroffenen Mitarbeiter an den hessischen Standorten Hattorf und Grube Hattorf-Wintershall sowie die rund 300 Mitarbeiter an den thüringischen Standorten Unterbreizbach und Merkers werde Kurzarbeit in Anspruch genommen. Am Standort Wintershall könne die Produktion zunächst noch fortgesetzt werden.  (SB)
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